Die Entwicklungsgeschichte des Flugplatzes Eisenach-Kindel
In der Mitte der heutigen Bundesrepublik Deutschland befindet sich der Flugplatz Eisenach-Kindel. Er ist auch ein sehr alter Flugplatz - existiert er doch schon seit 1934. Leider ist er bis heute nie wirklich aus seinem Dornröschen-Schlaf erwacht. Angesichts des Ausbaus vom Flughafen Erfurt-Bindersleben und dem Neubau vom Flughafen Kassel ist das auch nicht mehr zu erwarten. Eigentlich schade um den Platz, der eigentlich schön gelegen und relativ gut ausgebaut ist.
Vom Oktober 1959 bis April 1961 hatte Eisenach sogar einen richtigen Verkehrsflughafen. Der Flughafen in Erfurt-Bindersleben musste erneuert werden, und deshalb flog man nun ab Eisenach.
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Bis zur politischen Wende und dem folgendem Beitritt der DDR zur BRD war dieser Platz fest in der Hand der russischen Alliierten Streitkräfte und befand sich inmitten eines riesigen Militärischen Übungsgeländes - dem heutigem Nationalpark Hainich. Nur etwa 18 Kilometer von der ehemaligen Staatsgrenze zur damaligen BRD entfernt sowie innerhalb der Kontrollzone des alliierten Luftkorridors Frankfurt/Main - Berlin war dieser Flugplatz nach dem Konzept einer Basis der Frontfliegerkräfte gestaltet, genutzt wurde er aber nur als Manöverflugplatz. Der Deckname des Flugplatzes war "Führer". Im NATO-Sprachgebrauch nannte man diesen Flughafen übrigens Flugplatz Haina. Er diente zur Verlegung von Kampftechnik der russischen Luftstreitkräfte, seltener von Transportern der NVA. Wobei auch hier wieder keine genauen Informationen bekannt sind und Flüge der NVA LSK/LV bisher nicht verifiziert werden konnten. Bekannt ist nur noch, das der Platz auch häufig von der Agrarflugstaffel der Interflug benutzt wurde.
Zu DDR-Zeiten hieß der Airport während seiner 3-jährigen Zivilzeit (1959 bis 1961) offiziell Flughafen Eisenach-Friedrichswerth. Das Gebiet hieß immer Kündel. Manche sprechen auch vom Künkel, bzw. Künkelhof. Grund der verschiedenen Namen ist wohl der, das das Gebiet des Flugplatzes zu drei verschiedenen Landkreisen/Kommunen gehörte. Und in den Grundbüchern war jeweils ein anderer Name vermerkt, der wohl meist auf auf den Rufnamen der Einwohner der verschiedenen Anliegergemeinden zurückzuführen ist. Seit der Wende betreibt die Flugplatzgesellschaft Eisenach-Kindel mbH den Flugplatz. Weiterhin existieren nunmehr 2 Flugschulen am Platz: FUL und Fly-Point Flugservice. Wobei letztgenanntes Unternehmen eine Eisenacher Firma ist. Leider wird die Internet-Seite vom Eisenacher Flugplatz nicht sehr gepflegt, sodass man kaum Informationen bekommt.
Neben der General-Aviation landen selten auch mal "größere" Maschinen, meist im Auftrag von Opel-Eisenach, mit eiliger Fracht. Häufigster Gast bei Frachtflügen ist Arcus-Air mit Do-228. Aber auch WDL-Aviation war schon mit Fokker F-27 da. Selbst die Transall der Luftwaffe macht ab- und an einen tiefen Überflug. Übrigens ging der weiteste Flug vom Kindel bis nach Karthago in Afrika. Piloten waren Jürgen Dreßler und Michael Herms. Zum Einsatz kam dabei eine Motorsegler vom Typ IS-28 mit der Registrierung: D-KARS . An Flugzeugen gesehen wurden schon : ATR-42, Gulfstream G-4, Fairchild-Swearingen Metro 3, BAe 125-800XP oder Beechcraft Beech King Air 200. Eine Mitsubishi MU-2P der Firma Fly-Point Haufe ist gar am Kindel Stationiert. Im Jahre 1997 gab es ein für Eisenach großartiges Flugplatzfest. Unter anderem waren folgende Flugzeuge zu Gast: C-160 Transall , Aluette-2 Helikopter, und UH-1D Helikopter von der Luftwaffe. Die folgenden Flugplatzfeste ereichten diese Qualität erst im Jahre 2004 wieder. Auch hier war die Transall wieder der Star. Allerdings gab es auch Endtäuschung. So sagte zum Beispiel Air Service Berlin mit ihrer DC-3 zum zweiten mal ab. Auch von der Lufthansa mit Ihrem Airbus A-320-211 "Eisenach"hörte und sah man nichts. Diese Werbung wäre jedenfalls billiger als ein TV-Werbespot gewesen und hätte mehr potentielle Kunden erreicht.
Lesen Sie also auf den nächsten Seiten über die Geschichte "unseres" Flughafens.















