FlugzeugtypenTransportflugzeugeTriebwerk ASch-82

Triebwerk ASch-82T

Eines der wichtigsten Teile eines Flugzeuges ist das Triebwerk. Im Falle der IL-14 gibt es ausschließlich das Triebwerk ASch-82T. Im folgenden stellen wir das Triebwerk und seine Ableitungen vor.
ASch-82W
ASch-82W
BMW-801
BMW-801
Wie man auf den beiden Bildern sieht, sind sich der der BMW-801 und der ASch-82W nur ähnlich. Der ASch-82W ist die Ausführung des ASch-82T für den Hubschrauber Mi-4. Beide Triebwerke haben eine Zwangskühlung mit einem großen Lüfterrad. Allerdings sind diese Kühlrotoren sehr unterschiedlich ausgeführt. Beide Triebwerke besitzen versetzte Zylindersterne. Der ASch-82T der IL-14 besitzt keinen Lüfter.

Die sowjetische M8x Triebwerksfamilie im Überblick

Grundsätzlich sind alle Triebwerke der M-8x Reihe Doppelsternmotore mit 14 Zylindern. Einzige Ausnahme ist hier der  ASch-21, der keine "8" in der Bezeichnung hat und de Fakto ein "halber" ASch-82 ist.  Da die Triebwerke meistens durch Forderungen der Regierung der UdSSR entwickelt wurden, gibt es natürlich Triebwerke mit ähnlichen Bezeichnungen von verschiedenen Entwicklungszentren (OKB's), die jedoch in ihrer Ausführung völlig unterschiedlich sind. Auch die eigentliche Produktion wurde durch verschiedene Fabriken gleichzeitig durchgeführt. Dieser Flugzeugfabriken waren auch meist unabhängig vom Konstruktionsbüro. In der westlichen Welt tragen Flugzeuge, und auch andere Produkte, die Bezeichnung des Herstellers. Der Hersteller betreibt zumeist gleichzeitig auch die Entwicklung. In der UdSSR trugen die Flugzeuge die Bezeichnung des Konstruktionsbüros.

Der ASch-82, das Wright R-2600 und der BMW-801

Oft hört oder liest man, dass der ASch-82 ein nach gebauter BMW-801 oder ein gekupfertes Wright R-2600 sei.
Dies entspricht so jedoch keineswegs den Tatsachen. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.
Während der M-81 ein tatsächliche Kopie des Wright R-2600 ist, handelt es sich beim M-82 um eine Weiterentwicklung des Typs nach metrischen Normen.  Dann gibt es Verwirrung: Wenn man bei  ASch-82T und ASch-82W an eine einfache Weiterentwicklung des ASch-82 Urtyps denkt, wird man enttäuscht!  Dieses beiden Triebwerke, ASch-82T und ASch-82W, sind eigentlich ein verbesserte M-82, in den das Know-How des Triebwerk Schwetzow M-83 einflossen, diese Triebwerk gilt als Eigenentwicklung des Konstruktionsbüros Schwetzows. Ein weiterer Unterschied ist die Kühlung. Der BMW-801 ist mit einem übersetztem Lüfterrad Zwangs- oder  Druckbelüftet, der ASch-82 besitzt in keiner Variante einen Ventilator für diesen Zweck, wenn man von der Hubschraubervariante ASch-82W mal absieht, die dann doch wieder eine Druckbelüftung hat...... Allerdings wusste man voneinander. Pawel Alexandrowitsch Solovjev, stellvertreter Schwezows, erzählte in späteren Jahren, das Schwezow 1939 in Deutschland weilte und sich den damals neuen BMW-801 ansehen konnte. Andererseits kündigte sich 1940 eine Deutsche Delegation, vermutlich von BMW, zu einem Gegenbesuch im OKB-19 an. Nach Meinung Solowjews hatten beide Seiten Angst, das die jeweilige andere Seite  zu viele Schlussfolgerungen über die geleistete Arbeit anstellen konnte.
Eine Tatsache ist auch, das die Einspritzpumpen des BMW-801 und die des ASch-82 identisch sind eine Entwicklung von BOSCH sind. Chefkonstrukteur im Konstruktionsbüro von Schwezow für den Motor ASch-82 war im übrigen I.P.Evich. Interessant ist jedoch die Einspritzpumpe NV-3U, sie beruht auf einer Lizenz der Münchner Firma Friedrich Deckel und ist damit baugleich zur Einspritzpumpe des BMW-801!

Varianten

Anmerkungen: Das System der Bezeichnungen der sowjetischen Flugtriebwerke wurde am 1. April 1944 geändert.  
Anstelle des gesichtslosen "M" mit der Ergänzung einer Ziffer für Triebwerke, die im Konstruktionsbüro-19 (OKB-19) entwickelt worden sind, erhalten alle Triebwerke von nun an die Initialen des Namens des Chefkonstrukteurs A.D.Shvetsowas  ASch ("АШ") als ersten Teil der Typbezeichnung, gefolgt von der Entwicklungsnummer.  Aus dem M-82 wird somit der ASch-82.
  • M-80 M-80 M-80 (bis 01.04.1944)
    Entwicklung und Herstellung  OKB-019 A.Schwetzow
    Maximalleistung ?
    Bemerkungen 14-Zylinder Doppelsternmotor. 
    Keine Details verfügbar. Keine Großserienfertigung.
    Flugzeugtypen
    • Experimental-Triebwerk
  • M-81 M-81 M-81 (bis 01.04.1944)
    Entwicklung und Herstellung 
    OKB-019 A.Schwetzow
    Maximalleistung 1194kW (1600PS)
    Bemerkungen Sowjetischer Lizenzbau des Triebwerks Wright R-2600 aus den USA.
    14-Zylinder-Doppelsternmotor. Die Motoren litten unter starken Vibrationen. Serienfertigung in geringem Umfang.
    Flugzeugtypen
    • Experimental-Triebwerk
  • M-82 M-82 M-82 (bis 01.04.1944)
    ASch-82 АШ-82 ASh-82 (ab 01.04.1944)
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479, Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 977,5kW (1329PS)
    Bemerkungen Der M-82 ist ein auf sowjetische Verhältnisse angepasster  Wright R-2600 Allerdings hat der M-82 andere Zylinder erhalten und verfügt nicht über die Zwangsbelüftung des BMW-801. Erkennbar sind diese Fakten bei näherer Betrachtung. 
    Das gilt genauso für seine Weiterentwicklungen in Form von M-82A, M-82F, M-82FN und M-82FNW. Letztere zwei Motore erhielten Verbesserungen in Gestalt von Direkteinspritzung.
    Diese Aussage gilt jedoch NICHT für den ASch-82T und ASch-82W.
    Gelegendlich wird die Ausführung auch als M-82-111 bezeichnet. Erste Großserie des Flugmotors.
    Flugzeugtypen
    • Lawotschkin La-5
    • Lawotschkin LaGG-3
    • Jakowlew Jak-3M-82
  • M-82A M-82A M-82A (bis 01.04.1944)
    ASch-82A АШ-82AASh-82A (ab 01.04.1944)
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479, Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 1109,85kW (1509PS)
    Bemerkungen Erste leistungsgesteigerte Ausführung des M-82 für die Tupolew TU-2. Serienfertigung ab 1942. Gelegendlich wird die Ausführung auch als M-82-112 bezeichnet. Viele Verbesserungen wurden eingepflegt um im harten russischen Klima mit dem triebwerk bestehen zu können. Standzeit bis zur Überholung des Motors verlängert.
    Flugzeugtypen
    • Tupolew Tu-2
  • M-82F M-82Ф M-82F (bis 01.04.1944)
    ASch-82F АШ-82ФASh-82F (ab 01.04.1944)
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479, Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 1249,5kW (1700PS)
    Bemerkungen Angepasste Ausführung des M-82 mit Vergaser für das Jagdflugzeug Lawotschkin La-5F. Serienfertigung ab 1942.
    Flugzeugtypen
    • Lawotschkin LA-5F
    • Suchoi Su-2
  • M-82FN M-82ФH M-82FN (bis 01.04.1944)
    ASch-82FN АШ-82ФHASh-82FN (ab 01.04.1944)
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479, Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 1359,75kW (1850PS)
    Bemerkungen Angepasste und leistungsgesteigerte Ausführung mit Kraftstoff- Direkteinspritzung für die Jagdflugzeug Lawotschkin La-5FN, La-7 und La-9. Serienfertigung ab 1942. Einspritzsystem NV-3U, offenbar eine Lizenz der Firma Friedrich Deckel aus Deutschland.
    Flugzeugtypen
    • Lawotschkin LA-5FN
    • Lawotschkin LA-5B
    • Lawotschkin La-7
    • Lawotschkin La-9
    • Lawotschkin La-11
    • Petljakow Pe-8
    • Tupolew TU-2
    • Suchoi Su-2
  • M-82FNW M-82ФHB M-82FNV (bis 01.04.1944)
    ASch-82FNW АШ-82ФHBASh-82FNV (ab 01.04.1944)
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479, Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 1380kW (1876PS)
    Bemerkungen Anpassung des Kampfflugzeug-Triebwerks für ein Passagier- und Transportflugzeug. Serienfertigung ab 1945.
    Flugzeugtypen
    • Iljuschin IL-12
  • M-83 M-83 M-83 (bis 01.04.1944)
    ASch-83 АШ-83ASh-83 (ab 01.04.1944)
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    Maximalleistung 1400kW (1900PS) Startleistung / 1100kW (1500PS) Dauerleistung
    Bemerkungen Sowjetische Eigenentwicklung eines 14 Zylinder Doppelsternmotors für den Einsatz in Bombern. Bis zu 1900 PS Startleistung. Optimiert für beste Leistungen in großen Flughöhen. Serienfertigung nur in geringen Stückzahlen.
    Flugzeugtypen
    • Tupolew TU-2S
  • M-82T M-82T M-82T (bis 01.04.1944)
    ASch-82T АШ-82TASh-82T (ab 01.04.1944)
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    • VEB Industriewerke Karl-Marx-Stadt Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Flugzeugbau, Werk 804, Karl-Marx-Stadt, DDR
    • AVIA, a.s. Beranových 140, 199 03 Prague - Letňany, Czech Republic
    • Unbekannter Hersteller, Volksrepublik China
    Maximalleistung 1400kW (1900PS) Startleistung / 1100kW (1500PS) Dauerleistung
    Bemerkungen Auf Basis des ASch-83 entwickelter Motor, der jedoch auch Elemente der Motoren ASch-82 und ASch-62 verwendet. Der ASch-82T ist also keine einfache Fortentwicklung des ASch-82, sondern weitgehend eine Neu-Konstruktion für den Flugzeugtyp Iljuschin IL-14. Ziel war eine erhöhte Leistung und eine gegenüber den Vorläufermustern stark gesteigerte Zuverlässigkeit. Außerdem legte man Wert auf einen günstigen Kraftstoffverbrauch. Erreicht wurden die Vorgaben durch bessere Materialauswahl und eine stark verbesserte Verarbeitung. Die Zeit bis zur ersten Überholung lag bei 1500 Flugstunden. Das Anlassen des Triebwerks erfolgt nun ausschließlich durch einen Elektrostarter, der gleichzeitig als Generator ausgeführt ist. Neben der Fertigung in der UdSSR wurde dieses Triebwerk auch in der CSSR und der DDR produziert. Serienfertigung ab 1949.
    Die Triebwerke aus der Fertigung der CSSR und der DDR haben die gleiche Bezeichnung, wie die Originale. Lediglich die Motoren aus chinesischer Produktion werden als "Huosai HS-7" bezeichnet. Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei den Produktionsanlagen in China um dieselben, die man bei der Abwicklung der DDR-Luftfahrtindustrie Anfang der 1960er Jahre abgebaut wurden. Die Triebwerke wurden zur Unterhaltung der IL-14-Flotte produziert.
    Flugzeugtypen
    • Iljuschin IL-14
  • M-82W M-82B M-82W (bis 01.04.1944)
    ASch-82W АШ-82BASh-82W (ab 01.04.1944)
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 1250kW (1700PS)
    Bemerkungen Anpassung des Kampfflugzeug-Triebwerks für den Einsatz in Hubschraubern auf Basis des ASch-82T.  Serienfertigung ab 1949.
    Flugzeugtypen
    • Hubschrauber MiL Mi-4
    • Hubschrauber Jakowlew Jak-24
  • M-84 M-84 M-84W (bis 01.04.1944)
    ASch-84 АШ-84ASh-84 (ab 01.04.1944)
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Maximalleistung ?
    Bemerkungen Keine Details bekannt. Weiterentwicklung des ASch-82 bzw. ASch-83 als Höhenmotor für Flughöhen von bis zu 12300 Metern. Ähnlich wie beim ASch-82W hat dieses Triebwerk eine Zwangskühlung, die hier jedoch aus zwei Lüftern besteht. Die Entwicklung wurde zugunsten von Turbinentriebwerken eingestellt. Entwicklung um 1948.
    Flugzeugtypen
    • Experimental-Triebwerk
  • M-85 M-85 M-85 (bis 01.04.1944)
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 634kW (862PS)
    Bemerkungen Sowjetischer Lizenzbau des französischen Triebwerks Gnome-Rone Mistral-Major 14K mit 800 PS. 
    Wird weiterentwickelt zum M-86.
    Flugzeugtypen
    • Iljuschin IL-4
    • Tupolew PS-35
  • M-86 M-86 M-86 (bis 01.04.1944)
    Entwicklung OKB-029 A.S.Nazarow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 708kW (963PS)
    Bemerkungen Aus dem M-85 entwickelt, wird zum M-87 weiterentwickelt. Keine Serienfertigung.
    Flugzeugtypen
    • Experimental-Triebwerk
  • M-87 M-87 M-87 (bis 01.04.1944)
    Entwicklung OKB-029 A.S.Nazarow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 708kW (963PS)
    Bemerkungen Aus dem M-86 entwickelt, wird zum M-88 weiterentwickelt. Keine Serienfertigung.
    Flugzeugtypen
    • Experimental-Triebwerk
  • M-88 M-88 M-88 
    Entwicklung OKB-029 A.S.Nazarow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 820kW (1115PS)
    Bemerkungen Aus dem M-87 entwickelt, wird zum M-88A weiterentwickelt. Keine Serienfertigung.
    Flugzeugtypen
    • Experimental-Triebwerk
  • M-88A M-88A M-88A
    Entwicklung OKB-029 A.S.Nazarow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 820kW (1115PS)
    Bemerkungen Aus dem M-88 entwickelt, wird zum M-89 weiterentwickelt.
    Flugzeugtypen
    • Suchoi SU-2
    • I-180
  • M-89 M-89 M-89 
    Entwicklung OKB-029 A.S.Nazarow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 919kW (12505PS)
    Bemerkungen Aus dem M-88 entwickelt, wird zum M-89FNW weiterentwickelt.
    Flugzeugtypen
    • DB-4
    • DB-240
    • DVB-10
    • IL-6
  • M-89FNW M-89ФHB M-89FNW
    Entwicklung OKB-029 A.S.Nazarow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 1037kW (14105PS)
    Bemerkungen Aus dem M-89 entwickelt, wird zum M-90 weiterentwickelt.
    Flugzeugtypen
    • DB-4
    • DB-240
    • DVB-102
    • IL-6
  • M-90 M-90 M-90
    Entwicklung OKB-029 A.S.Nazarow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 1121kW (1525PS)
    Bemerkungen Aus dem M-89 entwickelt.
    Flugzeugtypen
    • Experimental-Triebwerk
  • M-90FNW M-90ФHB M-90FNW
    Entwicklung OKB-029 A.S.Nazarow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 1239kW (1685PS)
    Bemerkungen Aus dem M-90, keine Serienfertigung.
    Flugzeugtypen
    • Experimental-Triebwerk
  • M-90M M-90M M-90M
    Entwicklung OKB-029 A.S.Nazarow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    Maximalleistung 1379kW (1875PS)
    Bemerkungen Aus dem M-90FNW entwickelt, keine Serienfertigung.
    Flugzeugtypen
    • Experimental-Triebwerk
  • M-21 M-21 M-21 (bis 01.04.1944)
    ASch-21 АШ-21ASh-21 (ab 01.04.1944)
    Entwicklung OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479 Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt, Saporoschje, UdSSR
    • AVIA, a.s. Beranových 140, 199 03 Prague - Letňany, Czech Republic
    Maximalleistung 515kW (700PS) Startleistung
    Bemerkungen Dieses Triebwerk wird häufig als "Halber ASch-82" bezeichnet. Diese Aussage ist auch keineswegs falsch. Es handelt sich tatsächlich um einen ASch-82, der jedoch nur aus einem Zylinderstern besteht. Serienfertigung ab 1946. Lizenzbau auch in der CSSR bei Avia.
    Flugzeugtypen
    • Jakowlew Jak-11
  • ASch-2TK АШ-82TK ASh-82TK
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    Maximalleistung 2985 kW (4000 PS) bei 2600 U/min
    Bemerkungen Ausführung des ASch-82T als 4-Fach Sternmotor ähnlich dem Pratt & Whitney R-4360. Entwicklung ab Ende der 1940er Jahre. Alle verfügbaren Informationen des R-4360 flossen in die Entwicklung des Motors ein. Der Flugmotor mit Direkteinspritzung hat eine Hubraumgröße von 82,40 Liter. Mit Hilfe eines einfachen Laders erreicht der ASch-2TK eine maximale Leistung von 2985 kW (4000 PS) bei 2600 U/min. Zu Beginn der 1950er Jahre war der ASch-2TK Serienreif, wurde aber zugunsten von Turboprop- und Jet-Triebwerken nicht in die Serienfertigung überführt.
    Flugzeugtypen
    • ?
  • ASch-2K АШ-2K ASh-2K
    Entwicklung
    OKB-019 A.Schwetzow
    Hersteller
    • Flugmotorenfabrik Nr.019 Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb. Perm, UdSSR.
    Maximalleistung 3507 kW (4700 PS)
    Bemerkungen Dieser Flugmotor hat gegenüber dem ASch-2TK eine Wasser-Methanol Einspritzung und ist ansonsten weitgehend identisch zu diesem Motor. Es gab zunächst diverse Probleme mit der Kühlung des Triebwerks. Bis 1952 waren diese Probleme nach sowjetischen Angaben beseitigt und das Triebwerk bereit für die Serienfertigung. Wie schon beim ASch-2TK wurde auch das ASch-2K (ASch-4K) zugunsten der moderneren Turbinentriebwerke nicht in die Serienfertigung genommen. Bekannt ist nur, das das ASch-4K zumindest in einem fliegenden Teststand in Form einer Tupolew TU-4LL geflogen ist. Die Leistungsdaten sind beeindruckend: 3507 kW (4700 PS) konnte das Triebwerk als Kurzeutleistung entwickeln.
    Gelegentlich wird dieser Flugmotor auch als ASch-4K bezeichnet.
    Flugzeugtypen
    • Tupolew TU-4LL

Die Triebwerkshersteller damals und heute

Früher Heute
OKB-019 
A.Schwetzow/Solowjew
AVIADVIGATEL Stock Company 
93 Komsomolski Prospect, Perm, GSP, Russland, 614990
Flugmotorenfabrik Nr.019
Dem OKB-019 angeschlossener Herstellungsbetrieb, Perm, UdSSR.
PERM ENGINE COMPANY 
93 Komsomolski Prospect, Perm, GSP, Russland, 614990
OKB-029
Chefkonstrukteur:
1930 bis 1937: Arkadi Sergejewitsch Nazarow.
1938 bis 1940: Sergei Konstantinowitsch Tumanski aus.
1940 bis 1941: Eugeni Wasilewitsch Urmin.
1946 bis 1968: Alexander Georgijewitsch Iwtschenko.
MOTOR SICH JSC
Saporoschje, Ukraine.
Iwtschenko Flugmotorenfabrik Nr.479
Saporoschschjaer Motorenwerk Iwtschenko Fortschritt,
Saporoschje, UdSSR
MOTOR SICH JSC
Saporoschje, Ukraine.
VEB Industriewerke Karl-Marx-Stadt
Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Flugzeugbau
Werk 804, Karl-Marx-Stadt, DDR
Firma existiert heute nicht mehr.
AVIA, a.s. 
Beranových 140, 199 03 Prague - Letňany, Czech Republic
Firma baut heute nur noch LKWs.

Technische Daten einiger ASch-82

  M-82FN    M21 
  ASch-82FN  ASch-82T  ASch-21 
Herstellungsland UdSSR UdSSR UdSSR
Bauform Doppelsternmotor Doppelsternmotor Doppelsternmotor
Zylinderanzahl 14 14 7
Hubraum 41.2 Liter 41.2 Liter 20,6 Liter
Verdichtung 7,05 6,9 6,4
Masse 870 kg 1020 kg 487 kg
Startleistung 1700 PS 1950 PS 700 PS
Dauerleistung in Meereshöhe ? 1530 PS 570 PS
Dauerleistung in 1700m 1540 PS 1630 PS 615 PS
Leistungs-Hubraum-Verhältnis 33.98 PS/Liter 37.13 PS/Liter 27.67 PS/Liter
Drehzahl 2500 U/min 2600 U/min 2300 U/min
Kraftstoffeinspritzung Direkteinspritzung Direkteinspritzung Direkteinspritzung
Kühlung Luftkühlung Luftkühlung Luftkühlung

Dieser ASch-82T vom Deutschen Technikmuseum steht 2006 im Terminal des Flughafens Berlin-Tempelhof.
Dieser ASch-82T vom Deutschen Technikmuseum steht 2006 im Terminal des Flughafens Berlin-Tempelhof.
Einen ASch-82W, die Hubschraubervariante des ASch-82T, kann man im Flugplatzmuseum Cottbus besichtigen.
Einen ASch-82W, die Hubschraubervariante des ASch-82T, kann man im Flugplatzmuseum Cottbus besichtigen.
Einen ASch-82W, die Hubschraubervariante des ASch-82T, kann man im Flugplatzmuseum Cottbus besichtigen.
Einen ASch-82W, die Hubschraubervariante des ASch-82T, kann man im Flugplatzmuseum Cottbus besichtigen.
Von Anfang an wurde die IL-14 ausnahmslos mit dem Verstellpropeller AW-50 ausgerüstet.
Von Anfang an wurde die IL-14 ausnahmslos mit dem Verstellpropeller AW-50 ausgerüstet.
Von Anfang an wurde die IL-14 ausnahmslos mit dem Verstellpropeller AW-50 ausgerüstet.
Von Anfang an wurde die IL-14 ausnahmslos mit dem Verstellpropeller AW-50 ausgerüstet.
Der ASch-82T an der NVA-482 in Finow.
Der ASch-82T an der NVA-482 in Finow.