Christoph Thüringen in Bad Berka
| Standort: |
Klinikum Bad Berka |
| Zuständige Rettungsleitstelle: |
Jena |
| Betreiber: |
HDM im Team DRF |
| Hubschraubermuster: |
Eurocopter BK-117, Bell 412-EP |
Christoph Thüringen ist kein Rettungshubschrauber, sondern ein Intensiv-Transporthubschrauber. Allerdings kommt er ausnahmsweise durchaus auch als Rettungshubschrauber zum Einsatz. Diese so genannten Primär-Einsätze werden bei Bedarf Nachts durchgeführt. Vorrangig dient Christoph Thüringen der Verlegung von Intensiv-Patienten von einem Krankenhaus in ein anderes, beispielsweise in Spezial-Kliniken. Diese Einsätze werden sowohl am Tag als auch in der Nacht durchgeführt. Seine Heimatbasis ist Bad Berka. Dort betreibt der HDM-Flugservice aus Nürnberg ein Luftrettungszentrum (LRZ). Normalerweise betreibt der HDM-Flugservice, HDM bedeutet übrigens Hubschrauber-Dienst Martinsried, das Muster Bell-412HP. Wenn jedoch mal eine Bell-412 in die Werft muss, kommt als Ersatz auch eine Eurocopter BK-117 vom DRF zum Einsatz. Das ist möglich, weil seit dem Jahr 2001 der HDM-Flugservice zum Team-DRF gehört. Die Besatzung besteht aus 4 Personen: 2x Pilot, 1x Rettungsassistent und 1x Notarzt. Der Notarzt wird vom Zentralklinikum Bad Berka gestellt, der Rettungsassistent kommt vom ASB in Erfurt. Die Piloten haben mindesten 1500 Flugstunden Erfahrung und besitzen alle die Berechtigung zum Instrumentenflug (IFR). Christoph Thüringen fliegt auch Nacht-Einsätze. Das Haupteinsatzgebiet ist das gesamte Bundesland Thüringen.
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- Egal in welchem Farbschema - die Bell 412 sieht immer gut aus.
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- Egal in welchem Farbschema - die Bell 412 sieht immer gut aus.
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- Meistens fliegt HDM mit einem Hubschrauber des Typs Bell-412
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- Meistens fliegt HDM mit einem Hubschrauber des Typs Bell-412
Christoph Thüringen mit BK-117 in DRF-Lackierung
Christoph Thüringen mit Bell 412EP in HDM-Lackierung
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- D-HHXX
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- D-HHXX
Der Hubschrauber D-HHXX existiert leider nicht mehr. Am 24.11.2002 ist die Maschine, die zu diesem Zeitpunkt als ITH-Berlin im Einsatz war, bei der Landung in Pritzwalk/Brandenburg abgestürzt und Ausgebrannt. Dabei wurde der Co-Pilot getötet und die anderen Besatzungsmitglieder schwer Verletzt. Der Patient, weswegen der Helikopter angeflogen war, verstarb wenig später auf dem Weg zum Krankenhaus. Die Bilder entstanden im Juni 1999 am Flugplatz Eisenach-Kindel.
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- Meistens fliegt HDM mit einem Hubschrauber des Typs Bell-412
Christoph Thüringen mit Bell 412EP in DRF-Lackierung
Ausrüstung
Besatzung
| Sichtflug (VFR) |
1 Pilot, 1 Bordtechniker, 1 Rettungsassistent und 1 Notarzt |
| Instrumentenflug (IFR) |
1 Pilot, 1 Co-Pilot, 1 Rettungsassistent und 1 Notarzt. |
| Früh- und Neugeborenen-Transport |
1 Pilot, 1 Co-Pilot, 1 Neonatologen und 1 Kinderkrankenschwester. |
Hubschrauberzusatzausrüstung
Instrumentenflugausrüstung
Medizinische Ausrüstung
| 1 |
Messgerät für die invasive Blutdruckmessung |
| 1 |
Defibrillator |
| 1 |
Kardioskop |
| 1 |
Arztkoffer |
| 1 |
Vakuummatratze |
| 1 |
Krankentrage |
| 1 |
externer Herzschrittmacher |
| 1 |
EKG |
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Spritzenpumpen für Injektionen und Infusionen |
| 1 |
Gerät zur Ruhigstellung von Extremitäten und (Hals-) Wirbelsäule |
| 1 |
Desinfektionsgerät |
| 1 |
Intensiv-Inkubator für intensivpflichtiger Neugeborener |
Technik der Bell 412
Die Krönung der erfolgreichen Huey-Reihe
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- Das Cockpit ist weitestgehend konventionell ausgerüstet, besitzt aber alle modernen Hilfsmittel
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- Das Cockpit ist weitestgehend konventionell ausgerüstet, besitzt aber alle modernen Hilfsmittel
Aus der ursprünglichen Bell-204 wurde über die verbesserte Variante Bell-205 der Bell-212 geschaffen. Im Gegensatz zu den Vormustern besitzt dieser schon ein Zwillingstriebwerk. Ende der 1970er Jahre montiert Bell auch endlich einen 4-Blatt Rotor auf den Hubschrauber. Der nun als Bell B-412 bezeichnete Hubschrauber ist nun wesentlich leiser als seine Verwandten So einfach könnte man den Bell-412 beschreiben. Aber es ist schon etwas komplexer.
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- Der Bell 412 basiert auf der erfolgreichen UH-1 Serie. Einer der Hauptunterschiede zum Ursprungsmodell ist der 4-Blatt Hauptrotor.
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- Der Bell 412 basiert auf der erfolgreichen UH-1 Serie. Einer der Hauptunterschiede zum Ursprungsmodell ist der 4-Blatt Hauptrotor.
Die Entwicklung begann in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre. Die ersten Test-Hubschrauber waren umgerüstete Bell-212, also vom unmittelbaren Vorläufertyp. Die erste Bauvariante, Bell B-412 wurde im Januar 1881 zugelassen und zur gleichen Zeit wurden die ersten Hubschrauber an kommerzielle Betreiber ausgeliefert. Etwas später kam die erste verbesserte Variante auf den Markt: der Bell B-412SP. "SP" steht hier für "Special Performance". Diese Variante mit "Besserer Leistung" wurde durch eine vergrößerte Kraftstoffkapazität, ein höheres maximales Abfluggewicht und eine neue Kabinenausstattung für optional mehr Sitzplätze geschaffen. 1991 erscheint die Variante B-412HP. "HP" steht hier für das Prädikat "High Performance", eine Art Hochleistungsversion. Diese Ausführung hat ein neues Getriebe bzw. eine neue Kraftübertragung zum Heckrotor.
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- Der Hersteller bietet die Bell 412 mit Rad-Fahrwerk und Kufen an. HDM bestellte zunächst ein Radfahrwerk, stellte die Flotte später aber auf Kufen um.
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- Der Hersteller bietet die Bell 412 mit Rad-Fahrwerk und Kufen an. HDM bestellte zunächst ein Radfahrwerk, stellte die Flotte später aber auf Kufen um.
Die letzte bekannte Variante ist die B-412EP (Enhanced Performance). Dieser, noch heute in der Produktion befindliche Typ, hat unter anderem ein redundant ausgelegtes Digitales Flug Kontrollsystem. Der Hubschrauber B-412 ist voll Instrumentenflugtauglich. Wenngleich der Bell-412 immer noch ein durch- und durch konventioneller Hubschrauber ist, ist er doch auf der Höhe der Zeit und wird noch immer produziert. HDM ist unseres Wissens auch der einzige Betreiber des Typs in der BRD. Nur das Bundesministerium des Inneren betreibt noch einige Bell-212, das Vormuster mit einem 2-Blatt Rotor.
Technische Daten des Bell 412
| Parameter |
Wert |
| Hauptrotordurchmesser |
14,02m |
| Rumpflänge |
12,70m |
| Gesamtlänge |
17,10m |
| Rumpfbreite |
2,80m |
| Höhe |
4,80m |
| Triebwerk |
1x Pratt & Whitney of Canada - PT6T-3BE Twin Pac Turbine mit 1800 PS Wellenleistung. |
| Leermasse |
3012kg |
| Max.Startmasse |
5400kg |
| Max.Kraftstoffkapazität |
1250l |
| Max.Fluggeschwindigkeit |
260km/h |
| Reisegeschwindigkeit |
243km/h |
| Reichweite |
750km mit Reserve |
| Bemerkungen |
Wahlweise mit Kufen oder Rad-Fahrwerk wird dieser Helikopter in Deutschland z.B. als Rettungs-Hubschrauber von der DRF eingesetzt. |
Technik der Eurocopter/ Kawasaki BK-117
Der Hubschrauber
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- Alle BK-117 bis einschließlich der Variante BK-117-C1 (linkes Bild) besitzen ein konventionelles Cockpit. Die aktuelle Ausführung BK-117-C2 alias EC-145 (unteres Bild) besitzt ein modernes Glascockpit
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- Alle BK-117 bis einschließlich der Variante BK-117-C1 (linkes Bild) besitzen ein konventionelles Cockpit. Die aktuelle Ausführung BK-117-C2 alias EC-145 (unteres Bild) besitzt ein modernes Glascockpit.
Der Eurocopter BK 117 ist ein gemeinsames Projekt von MBB, heute Eurocopter, und Kawasaki. Ursprünglich war lediglich eine vergrößerte Weiterentwicklung geplant, da sich die medizinische Ausrüstung in Rettungshubschraubern vergrößerte. Es zeichnete sich aber ab, das man auch die Technik erneuern musste, sodass letztlich ein neuer Hubschrauber entstand. Da man in Japan ein vergleichbares Muster entwickeln wollte, beschlossen MBB und Kawasaki am 25.02.1977 ein Joint Venture. Die etwa 100 Millionen Dollar Entwicklungskosten wurden zu je 50% von den Kooperationspartnern getragen. So entwickelte MBB beispielsweise den Hauptrotor und andere dynamische Baugruppen und Kawasaki die Zelle und das Hauptgetriebe. Der erste fliegende Prototyp BK-117-P2 absolvierte seinen Erstflug am 13.6 1979 in Ottobrunn, am 10.08.1979 erfolgte der Erstflug des japanischen Prototypen BK-117-P3 in Gifu, Japan. Am 09.12.1982 bekam der Hubschrauber die Zulassung vom Luftfahrt-Bundesamt. Heute wird der Hubschrauber von zahlreichen Rettungsdiensten eingesetzt und wird noch heute in einer stark überarbeiteten Ausführung gebaut.
Die aktuelle Variante wurde unter der Bezeichnung BK-117-C2 entwickelt und zugelassen. Allerdings wird er unter der Bezeichnung EC-145 von Eurocopter vermerktet. Als einziger Hubschrauber vom Deutsch/Französischen Hersteller Eurocopter verfügt der EC-145, alias BK-177-C2, nicht über den ummantelten Heckrotor Fenestron.
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- BK-117-B2
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- BK-117-C1
Eurocopter ist ein Deutsch-Französischer Hersteller, welcher aus den Firmen MBB und Aerospatiale hervorgegangen ist. Gleichzeitig ist Eurocopter eine Tochter von EADS und gehört somit zum gleichem Konsortium, das auch den Airbus und den Eurofighter herstellt. Nach der Fussion von Aerospatiale und MBB wurden die jeweiligen Hubschraubertypen zunächst noch unter ihrem Ursprünglichem Namen vertrieben. Neue Hubschraubertypen und auch "runderneuerte" Ausführungen ältere Hubschrauber erhalten aber nach und nach das Kürzel EC für Eurocopter.
Technische Daten der BK-117
| Parameter |
BK-117-B2 (EC-145) |
BK-117-C2 (EC-145) |
| Hauptrotordurchmesser |
11,00m |
10,20m |
| Länge (mit Rotor) |
13,00m |
13,00m |
| Länge (ohne Rotor) |
9,90m |
x |
| Höhe |
3,36m |
x |
| Triebwerke |
2x Avco-Lycoming LTS 101-750 B1 je 700 Wellen-PS |
2x Turboméca Arriel 1E2 je 692 Wellen-PS |
| Leermasse |
1723kg |
1804kg |
| Max.Startmasse |
3350kg |
3585kg |
| Nutzmasse |
1670kg |
1770kg |
| Höchstgeschwindigkeit |
278km/h |
254km/h |
| Reisegeschwindigkeit |
250km/h |
241km/h |
| Max.Flughöhe |
x |
2700m |
| Reichweite |
541km ohne Reserve |
700km ohne Reserve |
| Bemerkungen |
Gemeinsam mit KAWASAKI gebaut. Aktuelle, überarbeitete Variante wird als EC-145 bezeichnet. |
Grundsätzlich eine gestreckte und modernisierte Weiterentwicklung der BK-117. |