Ausrüstung des SAR-Hubschraubers
Besatzung
| SAR-Rettungszentrum | 1 Pilot, 1 Bordmechaniker, 1 Luftrettungsmeister und 1 Notarzt |
| SAR-Kommando | 1 Pilot, 1 Bordmechaniker, und 1 Luftrettungsmeister |
Hubschrauberzusatzausrüstung
| Rettungswinde (AEG-Innenwinde, kann seitlich ausgeklappt werden) |
| Kraftstoffzusatztank |
Medizinische Ausrüstung
| 1 | Beatmungsgerät (Notfallrespirator) |
| 1 | Defibrillator |
| 1 | Kardioskop |
| 1 | Arztkoffer (Notfallkoffer) |
| 1 | Vakuummatratze |
| 1 | Krankentrage |
Besonderheiten des SAR-Kommando-89
Abweichend von dieser Regel ist das SAR-Kommando 89 in Erfurt. Dort fliegt bei zivilen Rettungseinsätzen ein Notarzt aus der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie im HELIOS Klinikum Erfurt mit. Dazu fliegt der SAR-Hubschrauber vom Flughafen Erfurt-Bindersleben zum Helios-Klinikum und holt den Diensthabenden Arzt ab. Der Luftrettungsmeister bei der Bundeswehr entspricht dem Rettungsassistenten in der zivilen Rettung.Die Technik des Hubschraubers
Entwicklungsgeschichte
Zu Beginn der 1950er Jahre gibt die U.S.Army eine Ausschreibung für einen Mehrzweck- und Kampfhubschrauber bekannt. Schon 1955 begannen die Konstruktionsarbeiten im H1-Programm. Es sollte ein billiger "Wegwerf-Hubschrauber" werden, der für maximal 60 Flugstunden geeignet ist. Wie man heute feststellen kann, hielt die Konstruktion wesentlich länger. Und: das Modell wird, natürlich in einer stark modernisierten Form, immer noch gebaut. Zunächst wurde der Hubschrauber beim Militär der USA als HU-1 bezeichnet. "HU" steht in diesem Fall für "Helicopter Utility", dies bedeutet im Deutschen "Nutz-Hubschrauber", bei uns würde man das als "Mehrzweck-Hubschrauber" bezeichnen, denn der Huey dient für SAR-Aufgaben, Lufttransporte, Personentransport und Kampfeinsätze. Von dieser Bezeichnung HU-1 rührt auch sein Spitzname her: Huey. Das HU-1 hat man humorvoll als Hui (engl. Schreibweise Huey) interpretiert. Die erste Ausführung des Huey, der Bell Model-204 / UH-1A hatte seinen Erstflug am 22.10.1956. Bis heute wurde die Konstruktion mehrfach überarbeitet. So gibt es Militärvarianten mit der Bezeichnung UH-1 und einem weiteren Buchstaben zur Kennzeichnung der Unterversion sowie Zivil-Modell, die dann als Bell-204, Bell-205 oder Bell-212 bezeichnet werden. Wurde am Anfang nur die Kabine verlängert, waren es später stärkere Triebwerke. Etwas später folgten die ersten Varianten mit zwei Triebwerken. Die technisch am weitesten entwickelte Ausführung ist der Bell-412, der mehr oder weniger eine Bell-212 mit einem 4-Blattrotor ist. Aber auch die ursprüngliche Auslegung der Bell-205 mit nur einem Triebwerk und 2-Blattrotor ist aktuell als Bell-210 wieder zu haben. Auch der Kampfhubschrauber AH-1 "Cobra" ist eine Ausführung der Huey. Seine Bekanntheit verdankt der Hubschrauber allerdings einem traurigen Kapitel der jüngeren Geschichte: der Vietnam-Krieg. Insgesamt etwa 7000 Maschinen kamen zum Einsatz, aber nur 2000 Exemplare kehrten zurück. Auch in der Bundesrepublik Deutschland wurde der UH-1D gebaut. Es handelt sich hierbei um eine Lizenzproduktion der Firma Dornier. Die ersten 4 Exemplare waren noch "echte" von Bell in den USA gebaute UH-1D, die als Musterexemplare dienten oder bei der Bundeswehr WTD-61 in Manching bei Ingoldstadt in der Truppenerprobung standen. Da jedoch zur Zeit der Vertragsunterzeichnung schon die verbesserte UH-1H in der Fertigung war, entsprechen alle 352 in der BRD gebauten UH-1D eigentlich der UH-1H, trotzdem wurde die alte militärische Bezeichnung beibehalten. Ein weiterer europäischer Lizenznehmer ist die italienische Firma Agusta. Allerdings, der Huey kommt langsam aber sicher in die Jahre. Sein Einmotoren-Prinzip entspricht nicht mehr den aktuellem Bestimmungen. Während beispielsweise die U.S.Army alle UH-1 weitgehend durch den UH-60 ersetzt hat, wird der Huey in der BRD noch so lange fliegen, bis der Nachfolgetyp NH-90 vollständig in der Bundeswehr integriert ist. Einige Jahre wird uns also der "Teppichklopfer" am deutschen Himmel erhalten bleiben. Eigentlich noch sehr viel Länger, denn der zweimotorige und vierblättrige Nachfolger in Form der Bell-412 wird noch immer gefertigt. Warum ist der UH-1D eigentlich so laut? Grundsätzlich durch den Effekt des Induzierten Widerstandes, wie an jeder anderen Flugzeug-Tragfläche auch, treten an den Rotorblättern Luftwirbel an den Blattspitzen auf. Diese führen beim Durchlauf des jeweils folgenden Rotorblattes zu einem Knallgeräusch. Der Huey ist somit schon aus etwa 10 km Entfernung zu hören. Durch die Einführung von Rotorblättern neuerer Geometrie in den 1990er Jahren ist die Geräuschentwicklung wegen der schmaleren Rotorblätter schon etwas vermindert worden.Die deutsche UH-1
Die UH-1D ist deutsche Lizenzvariante der UH-1H. 4 Exemplare kamen als originale Bell UH-1D mit dem Triebwerk T53-L11 in die BRD und dienten als Erprobungsmuster der Bundeswehr in Manching sowie als Mustermaschine für Dornier Flugzeugbau. Es handelt sich um die folgenden Kennzeichen: 70+01,70+02,70+37 und 70+40. Allerdings kommt zwischenzeitlich die Variante UH-1H auf den Markt, und somit wurde durch Dornier in der BRD die Variante UH-1H bzw. Bell-205A-1 mit dem Triebwerk T53-L13 gebaut. Trotzdem wurde die Bezeichnung UH-1D beibehalten. Offenbar steht das "D" in der Typenbezeichnung der deutschen UH-1D (!) tatsächlich für "Deutschland. Im Gegensatz zu den Lizenzbauten von Agusta und Fuji wurde bei der deutschen Lizenzversion offiziell nie die Herstellerbezeichnung Dornier verwendet.Der Unterschied zwischen UH-1D und Bell-205
Grundsätzlich erfolgt eine Unterscheidung der Hubschrauber-Varianten nach der Bezeichnung des Herstellers ("Manufacturers Model") auf den Typenschild im/am Hubschrauber. Erst danach wird die Bezeichnung des Kunden ("Customers Model") genannt. Eine Kundenbezeichnung gibt es nur bei Großabnehmern. Die Ausstattung der Basismaschinen ist IMMER identisch, da diese während der Musterzulassung von der zuständigen Luftbehörde des jeweiligen Landes abgenommen wurde.Was dann Sonderausstattung und Zubehör angeht, ist mit der Automobilbranche zu vergleichen.
Ein Beispiel: Den VW Golf bekommt man mit unterschiedlichen Motoren, unterschiedlicher Ausstattung, etc. Es ist und bleibt aber in erster Linie ein VW Golf. Und auch hier findet ab und zu eine Modellpflege statt, die kleine Verbesserungen in die laufende Serie einbringt. Aber eine tatsächliche neue Variante ergeben sie meist nicht. Um den Überblick zu erleichtern unterteilen wir die Typentabelle in die Grundsätzlichen Basisvarianten. Zur Unterscheidung der Zivilen und der militärischen Ausführungen:
Einer der grundlegendsten Unterschiede liegt meist lediglich in der unterschiedlichen technischen Dokumentation, da sich die Wartungsintervalle und Laufzeiten von Teilen bei militärischen und zivilen Hubschraubern maßgeblich unterscheiden. Und das, obwohl die Teile bei 205 und UH-1 identisch sind! Der heutige UH-1D, hier ist die bei Dornier gefertigte Ausführung gemeint, ist technisch identisch mit der zivilen Bell-205A-1. Der Unterschied liegt, wie oben beschrieben, in der militärischen Zulassung als UH-1D und den dadurch bedingten anderen Wartungs- und Prüfungsintervallen sowie der abweichenden Dokumentation.
Technische Daten der UH-1
| Länge | 17,41m |
| Höhe | 4,48m |
| Durchmesser Hauptrotor | 14,63m |
| Durchmesser Heckrotor | 2,59m |
| Leermasse | 2140kg |
| max.Innen- und Außenlast gesamt | 1050kg |
| max.Startmasse | 4310kg |
| max.Startmasse | 4310kg |
| Reisegeschwindigkeit | 160km/h |
| Maximalgeschwindigkeit | 220km/h |
| Reichweite | 507km |
| Ausrüstung als Personentransporter | Segeltuchsitze für max. 12 Personen |
| Ausrüstung als Verwundetentransporter | 6 Krankentragen |
| Ausrüstung als SAR-Hubschrauber | 2 Sitzplätze für Bordmechaniker und Rettungsassistent. 1 Krankenliege, 1 Rettungswinde, 1 Zusatztank |
-

- Diese Kappmesser sind ein Unfallschutz. Ein Rettungshubschrauber operiert oft in unwegsamen Gelände, allein das ist schon sehr Anstrengend, so dass es durchaus vorkommen kann, das auch mal eine Stromleitung übersehen wird. Um diese Unfallquelle, also das Einfliegen in eine Elektroleitung, zu Eliminieren, hat man einen derartigen Schutz angebracht.
-

- Diese Kappmesser sind ein Unfallschutz. Ein Rettungshubschrauber operiert oft in unwegsamen Gelände, allein das ist schon sehr Anstrengend, so dass es durchaus vorkommen kann, das auch mal eine Stromleitung übersehen wird. Um diese Unfallquelle, also das Einfliegen in eine Elektroleitung, zu Eliminieren, hat man einen derartigen Schutz angebracht.
-

- Grund der hohen Lärmentwicklung: Hauptrotor und Heckrotor besitzen nur jeweils zwei Propeller-Blätter.
-

- Grund der hohen Lärmentwicklung: Hauptrotor und Heckrotor besitzen nur jeweils zwei Propeller-Blätter.







