Politische Meinungsmache gegen den Flugplatz Eisenach
15.04.2009 11:11
Im Wahlkampf werden manchmal sinnfreie Themen genutzt.....
(tln/ht) Ein Possenspiel wird im Umkreis des Eisenacher Flugplatzes derzeit ausgefochten. ´
Umliegende Gemeinden machen mobil gegen eine angebliche Ausweitung der Nachtflüge und die angebliche Erhöhung der Start- und Landezahlen von Frachtflugzeugen, sogar von der Etablierung von Frachtlinien sprechen einige.
Nun, man muss wissen, das in den betreffenden Gemeinden in Kürze eine Gemeinderatswahl ist. Da kann man Sachverhalte schön für solche Zwecke dehnen. Der geneigte Bürger sollte mal schauen, wo derzeit der Frachtverkehr liegt. Am Flughafen Erfurt beispielsweise fliegen täglich 4 Frachtflugzeuge an und ab. Derzeit meist nicht voll beladen. Wir wissen ja: es herrscht eine Wirtschaftskrise. Aber warum landen diese Flugzeuge in Erfurt? Weil sich dort die dazu erforderliche Infrastruktur befindet: Ladekräne, Förderbänder und weitere dazu erforderliche Dinge. Viel entscheidender ist jedoch, das der Flughafen Erfurt über ein Instrumenten-Lande-System (ILS) verfügt, das es erlaubt, auch bei Nebel zu landen. All das kann der Flugplatz Eisenach-Kindel nicht bieten. Weshalb es absurd ist, zu glauben, eine Fluggesellschaft mit Linienbetrieb würde sich in Eisenach ansiedeln. In Eisenach landen kleine Frachtflugzeuge, meist im 5-Tonnen-Bereich. Das sind umgerüstete Geschäftsreiseflugzeuge, die kleine Mengen unbedingt erforderliche Fracht für die umliegenden Industriebetriebe heranschaffen, wenn durch höhere Gewalt die Transportwege unterbrochen werden. Diese Flugzeuge dürfen bei Bedarf auch nachts landen, wenn vorher ein Antrag auf PPR gestellt wurde. Immerhin hat ein Flugplatz eine Betriebspflicht. Was nun die Flugplatzleitung um Thomas Doberstau wollte, war lediglich das Ansinnen, den Papierkrieg zu reduzieren und eine Landung je Nacht per Antrag festzuschreiben.
Und das wird nun vortrefflich ausgeschlachtet für politische Zwecke.

Einen Kommentar schreiben