Altenburger Flughafen steht zum Verkauf
02.12.2009
Freistaat Thüringen will den Airport nicht weiter unterstützen.
Der Flughafen Altenburg soll verkauft werden. Sieghardt Rydzewski, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Betreibergesellschaft, sagte dazu, das Altenburger Land und die Stadt Altenburg weltweit nach Käufern für ihre Anteile am Leipzig-Altenburg-Airport suchen. Landkreis und die Stadt Altenburg wollten sich von der Mehrheit der Anteile am Flughafen trennen. Als Begründung gab man an, dass sich der Freistaat Thüringen nicht mehr am Wachstum des Airports beteiligen wolle "und wir weitestgehend auf uns allein gestellt sind", sagte Landrat Sieghardt Rydzweski. Es gibt offenbar potentielle Investoren aus dem asiatischen und nordamerikanischen Raum. Die in Frage kommenden Unternehmen suchten nach geeigneten Anlageobjekten, mit denen sie in ein paar Jahren Geld verdienen könnten, so der parteilose Landrat. Zuletzt hatte die Landesregierung in Erfurt beim Fördergeld für den Flughafen auf die Bremse getreten: während die Althaus-Regierung fünf Millionen Euro bis 2010 für die Sanierung von Landebahn und Rollwegen zugesagt hatte, sind bisher lediglich 2,7 Millionen Euro geflossen. Für den Rest besteht laut Thomas Sauer vom Thüringer Verkehrsministerium ein Investitionsstopp, da ein Ende des defizitären Betriebs in Altenburg nicht absehbar sei. Deshalb seien die beim Landesverwaltungsamt Erfurt vorliegenden Anträge nicht genehmigt worden. Entscheidend sei hier der Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD. Beide Seiten hätten sich verständigt, die Perspektiven der Flughäfen Altenburg und Erfurt zu prüfen und im Ergebnis gegebenenfalls ihre Förderpolitik zu ändern.
Henning Tikwe; Foto: Mario Beyer, Erfurt;


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