Der Luftkrieg in Nordostbayern
20.02.2011 14:03
Buch über den 2.Weltkrieg tangiert auch die Thüringer Kriegsgeschichte.
Vom Reichsluftschutzkeller zur Endkampfarena - Der Luftkrieg in Nordostbayern.
In den Anfangsjahren lag die Bayerische Ostmark „weit ab vom Schuß".
Die Ausbildung der Piloten auf Segelflugzeug und Jagdeinsitzer, die Unterweisung der „schwarzen Männer" (Bodenpersonal), die Lehrlingsausbildung zum RLM-Luftfahrzeugtechniker und die Produktion von Jagdflugzeugen in den Messerschmittwerken verliefen in Nordostbayern weitgehend ohne Beeinträchtigung durch die alliierten Luftstreitkräfte. 1943 verdeutlichten die ersten Abstürze deutscher und alliierter Flugzeuge nach Luftkämpfen und Flak-Beschuß, dass diese relativ ruhigen Zeiten sich ihrem Ende näherten. Die nordostbayerischen Städte wurden in der Prioritätenskala des Bomberkommandos vom Ausweich- zum Hauptziel empor gestuft. 1945 brach die Luftwaffeninfrastruktur immer mehr zusammen und die Reste der Luftwaffe, in Nordostbayern eingekesselt zwischen den Westalliierten und der Roten Armee, lagen am Boden. Die Flugzeugwerke in der Oberpfalz produzierten die neuesten Baureihen der Me 109 und die den alliierten Jagdflugzeugen überlegene Me 262 , während die Luftwaffenangehörigen quasi vor den Werkstoren der Produktionsstätten als „Fliegerinfanteristen" an der heutigen Ostgrenze Bayerns eine Westfront aufzubauen suchten. Ende April und Anfang Mai gab es für zahlreiche Luftwaffenangehörigen nur noch einen Ausweg aus dieser Endkampfarena. Solange der Treibstoff reichte und noch flugfähige Maschinen vorhanden waren, strebten die Menschen nach Westen, in die von der US Armee besetzten Gebiete.Über die Autoren:
Prof. Dr. habil. Harald G. Dill wurde 1949 in Marlesreuth geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Hof/Saale trat er 1969 in Weiden in die Bundeswehr ein und schied 2006 als Oberst d. Res. aus. Er studierte Geologie, Mineralogie, Geographie und Lagerstättenkunde ( Würzburg, Erlangen, RWTH Aachen). 1978 war er an der Universität Bayreuth tätig. Seit 1982 lehrt er an den Universitäten Mainz und Hannover, wo er an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe tätig ist. Weitere Interessensgebiete sind die Bergbaugeschichte und die Archäometallurgie. Weitere Informationen zum Autor finden sich unter: www.hgeodill.de
Karlheinz Hetz wurde 1951 in Altenkunstadt, Landkreis Lichtenfels geboren. Er ist gelernter Retucheur im graphischen Gewerbe und gegenwärtig in einem Maschinenbaufirma beschäftigt. Von 1971 bis 1972 leistete er seinen Wehrdienst bei der Bundesluftwaffe an der Waffenschule der Luftwaffe 50 in Fürstenfeldbruck ab. Er beschäftigt sich seit 1995 mit dem Luftkriegsgeschehen zwischen 1939 und 1945 in seiner Heimatregion Oberfranken. Anlaß zu diesen heimatgeschichtlichen Untersuchungen war der Absturz einer Me 109 im April 1945 nahe seines Geburtsortes.
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Der Luftkrieg in Nordostbayern - Ein vergessenes Kapitel unserer Heimatgeschichte |
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