Flugplatzfest 2006 auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel
06.08.2006 08:25
2 Tage Flugspektakel am Eisenacher Flugplatz
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Lag es wirklich nur am Wetter, das die Besucherzahlen so gering waren? Zumindest schreiben dies kritiklos die beiden Eisenacher Tageszeitungen. Oder lag es daran, das sich Veranstalter nicht miteinander abstimmten, obwohl ihre Termine lange vorher bekannt waren? Immerhin waren am am 5. August 2006 zwei weitere Veranstaltungen in Eisenach , die jedoch sehr viel bekannter sind und wo der geneigte Besucher auch schon recht früh über das Programm erfuhr. Das Wartburgfahrertreffen war sogar bis ins Ausland bekannt, wenn man auf die Teilnehmerliste schaut. Die Wartburgrallye bot am Austragungsort Eisenach-Hötzelsroda sogar den Erfurter Rettungshubschrauber SAR-89, der Rettungshubschrauber der Bundeswehr aus Erfurt, als Zuschauerattraktion an. Wohlgemerkt ohne Eintritt. In Eisenach-Kindel gabs zwar auch ein Werbeplakat, das als kleine Anzeige auch in der TA stand, aber das war Nichtssagend. Da wurde von "Turbinenhubschraubern" und Rundflügen geschrieben. Das ist so, als wenn die Ausrichter der Wartburgrallye damit Werbung machte: "Wir fahren Auto mit einem Verbrennungsmotor"....... |
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Der Eintrittspreis von je 5 Euro bzw. 3 Euro für Kinder bis 12 Jahren, bis auf die ILA in Berlin der höchste in der BRD, ist ebenfalls ein Grund für die wenigen Besucher. Eine Familie mit zwei Kindern kommt so auf 16 Euro. Das sind etwa 32 DM. Würden Sie das tatsächlich für ein Flugplatzfest ausgeben? Ein Parkplatz und der Eintritt zur Landeswelle Diskoparty waren sogar im Preis inbegriffen! Wie Nett! Und damit es auch keine Zaungäste gibt, wurde die Zufahrtsstrasse zum Flugplatz mit einem Halteverbot belegt. Inklusive der dortigen LKW-Parktaschen. Vermutlich hat da jemand -unberechtigte- Sicherheitsbedenken. Nun, ein Flugplatzfest kostet Geld. Viel Geld, keine Frage, das muss Finanziert werden. Aber muss das durch den Eintrittspreis geschehen? Hätte man nicht ein bisschen mehr Öffentlichkeitsarbeit machen können und ein wenig Werbung machen können? Es reicht eben nicht, ein bisschen nichts sagende Werbung in Form eines Posters an der Eingangstür zum Tower an zu bringen und eine Woche zuvor eine Zeitungsanzeige zu schalten. Die Ankündigung auf der Internetseite vom Eisenacher Flugplatzbetreiber haben sicher wenige gelesen, da diese Seite recht selten aktualisiert wird. Selbst auf den Internetseiten des Deutschen Aeroklubs e.V, wo die Flugplatzgesellschaft Eisenach-Kindel GmbH Mitglied ist, hatte keinerlei Informationen zum Eisenacher-Flugplatzfest zu bieten. Und dort sind auch die kleinsten Veranstaltungen aufgeführt. Das es auch anders und trotzdem erfolgreich geht, beweisen immer wieder die anderen Flugplätze. Ich meine, 1 oder 2 Euro Eintritt hätten es auch getan und mit ein bisschen Promotion hätte man über die Masse seinen Schnitt gemacht. So jedoch wird der Veranstalter ein kräftiges Minus im Geldbeutel haben. |
| Aber es gibt auch Gutes zu berichten. Das (...mit kleinem Bild auf der Internetseite...) angekündigte Agrarflugzeug konnte nicht kommen, da es havarierte. Aber der Flugplatzfestausrichter organisierte schnell Ersatz in Form einer weiteren Z-37 - Hut ab! Und so konnte man trotzdem einen simulierten Feuerwehreinsatz mit Wasserabwurf erleben konnte. Die Hightlights außerdem waren natürlich die fliegenden Darbietungen. Auf großen Veranstaltungen auch "Flying Display" genannt. Klaus Schrodt mit seiner Extra-300S begeisterte wie immer mit seinen Flugfiguren, immerhin ist er mehrfacher Weltmeister im Freestyle-Kunsflug. In Fliegerkreisen ist Klaus Schrodt das, was Michael Schumacher in der Formel 1 ist. An Autogrammkarten des "Star-Piloten", kam man, wenn man richtig stand, recht leicht. Es wusste ja keiner was von einer Autogrammstunde, so dass Klaus Schrodt recht allein stand. Vater Walter Eichhorn und Sohn Toni Eichhorn sind wie Klaus Schrodt schon zum wiederholtem Male in Eisenach. Neben einer North American AT-6 Havard brachten sie den Strahltrainer Aero L-29 Delphin mit. Auch in der ehemaligen DDR wurde dieser Typ geflogen und diente der Ausbildung zukünftiger Kampfpiloten. Und es hatte zum Flugplatzfest Eisenach-Kindel ein neues, russisches Kennzeichen: RA-3413K. Sie zeigten mehrere taktische Flugmanöver, ein bisschen Kunstflug und führten vor, das man auch mit unterschiedlichen Flugzeugen wie der Kolbenmotormaschine AT-6 und der Jet-getriebenen L-29 nebeneinander fliegen kann. |
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Die Flugzeuge des Kunstflugteams um Dr. Gerd Beierlein stammen aus GST-Beständen. Die Zlin Z-526AFS Acrobat zeigten eindrucksvoll, was mit diesem Flugzeugtyp möglich ist. Natürlich wurde auch der Spiegelflug vorgeführt. Am Boden standen weitere Fluggeräte: eine Zlin Z-226 Trener, das Ausbildungsflugzeug u.a. für die Z-526AFS, eine Jak-52 und eine Zlin Z-43 in Lackierung eines Bierherstellers. Diese konnte man auch für Rundflüge Buchen. |
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Einige Besucher nutzen die Möglichkeit, und buchten einen Rundflug. Dazu hielt Michael Haufe mit seiner Firma Fly-Point Flugservice mehrere Flugzeuge bereit, darunter auch das Turboprop-Geschäftsreiseflugzeug Mitsubishi MU-2. Wer bei Fly-Point einen Rundflug buchte bekam das Eintrittsgeld verechnet. Ferner standen für Rundflüge auch ein Hubschrauber Bell 206B vom Hubschrauberservice Thüringen und auch die D-FBJU, eine AN-2 aus Alkersleben bereit. Die AN-2 ist der größte noch weltweit fliegende Doppeldecker, allerdings sprechen AN-2 Fans von einem Andert-halbdecker, da die untere Tragfläche kürzer als die obere ist. Interessant auch die Jak-52 von Sven Starkloff, die ein litauisches Kennzeichen trägt. |
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Die beiden Eisenacher Tageszeitungen waren offenbar nicht am Flugplatz, denn wenn man die Texte in den Ausgaben vom 7.August 2006 liesst, sieht man doch, das man die Originaltexte der Flugplatz-Eisenach GmbH nur geringfügig änderte und die gleichen Fehler auftreten. Auch hier ist von einem "Turbinen-Hubschrauber" die Rede. Und von Rundflügen. Übrigens: Fast alle Hubschrauber Hubschrauber werden von Turbinen angetrieben, und nur sehr wenige Kleinhubschrauber von Kolbenmotoren, und Rundflüge gibt's täglich am Flugplatz. Statt mal ein paar kritischer Worte nur die gleichen "Spektakulären" und "Atemberaubenden" Schlagzeilen. Man erinnere sich mal an die Flugplatzfeste 1997 und auch 2004. Da wurden die gleichen Hauptakteure geboten und wesentlich mehr. Und es waren, trotz sehr schlechtem Wetters in 2004, wesentlich mehr Besucher als heute gezählt. Nun, der Grundstock ist vorhanden. was fehlt ist etwas Herzblut und Enthusiasmus sowie eine offensivere Öffentlichkeitsarbeit. Letztendlich muss die Stadt Eisenach und der Wartburgkreis das sehr wahrscheinliche Minus auffangen und somit zahlen. |
(c) Text & Fotos: Henning Tikwe;



















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