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Heute vor 2.Jahren: Flugzeugunglück in Eisenach.

26.04.2010 16:41

Bisher keine angemessene Entschädigung geleistet

(TLN/H.T.) Am 26.04.2008 war es während eines Flugplatzfestes zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Der Pilot eines Agrarflugzeug des Typs LET Z-37a wollte eine Feuerlösch-Übung vorführen, verlor allerdings die Kontrolle über das Flugzeug. Das Flugzeug hebte nicht ab und fuhr mit hoher Geschwindigkeit durch das Pavillionzelt einer hessischen Rettungshundestaffel und kollidierte mit einem Verkaufsstand. 2 Todesopfer und 16 zum Teil schwer verletzte Personen forderte der Unfall damals.  Sachverständige der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) machten dafür die unzureichende Flugerfahrung des Piloten verantwortlich.Weiterhin wurde geäussert, dass es auf dem Flugplatz Kindel an offizieller Aufsicht und Kontrolle gefehlt habe, meldete die Thüringer Allgemeine Zeitung und das MDR "Thüringen Journal" mit Berufung auf die Nachrichtenagentur DDP.

Juristische Konsequenzen gegen Mitarbeiter im zuständigen Verkehrsministerium oder auf dem Flugplatz gab es deshalb den Angaben zufolge nicht. Das Thüringer Verkehrsministerium wolle aber künftig Veranstalter von Flugtagen bzw. Flugplatzfesten dazu verpflichten, die Kompetenz der Piloten zu kontrollieren.

Zwei Jahre nach dem tödlichen Unglück indes warten Betroffene noch immer auf eine angemessene Entschädigung. Die Haftpflichtversicherung des Piloten hat bisher offenbar nur Teilzahlungen an die Hinterbliebenen einer Thüringer Schaustellerin geleistet, allerdings wurden dadurch nicht einmal die Kosten des Verkaufsstand gedeckt.

Insgesamt belasten Forderungen im Wert von über einer Million Euro den Unglückspiloten. Der zum Unfallzeitpunkt 35-jährige Pilot aus dem Ilmkreis war schuldig gesprochen worden, das Unglück verursacht zu haben. 

Der Gedenkstein am Flugplatzgebäude
Der Gedenkstein am Flugplatzgebäude
Die D-ESVU einige Tage nach dem Unglück.
Die D-ESVU einige Tage nach dem Unglück.
Text & Fotos: Henning Tikwe, Eisenach        

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