Strahlende Fracht mit Hubschrauberbegleitung
17.02.2011 11:29
CASTOR-Transport von Karlsruhe nach Lubmin führte auch durch Thüringen.
Die Fahrt aus der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) in das Zwischenlager Nord in Lubmin (ZLN) bei Greifswald konnte nun weitergehen. Etwa 10 Minuten vor dem Eintreffen des Zuges in Eisenach flog ein Hubschrauber EC-135 der Bundespolizei die Eisenbahnstrecke ab. Unmittelbar vor dem Zug flog ein weiterer Hubschrauber der Bundespolizei parallel zur Eisenbahnstrecke, diesmal ein EC-155. Ohne Probleme fuhr der 23-teilige Zug durch die Wartburgstadt. Die Beamten der Bundespolizei, insgesamt waren entlang der gesamten Strecke 7000 Mann im Einsatz, verließen im Anschluss an die Durchfahrt die Stadt Eisenach. Übrigens waren die Polizisten bereits am Vortag angereist. Am Anreistag wurde bereits im Bereich des Eisenacher Bahnhofs gemeinsam mit einer Hubschrauberbesatzung der Ernstfall, nämlich die Konfrontation mit Demonstranten, geübt.
Einige Minuten nach dem Atomexpress, der an beiden Zug-Enden mit jeweils 2 Diesellokomotiven der Baureihe 232 bespannt war, rollte die Reserve in Form einer E-Lok mit zwei mitgeführten Dieselloks durch den Eisenacher Bahnhof.
3 Hubschrauber, 7 Lokomotiven und 7000 Polizisten garantierten mit den speziellen CASTOR-Behältern einen extrem hohen Sicherheitsstandard. Gefahr bestand nur in einigen Kernkraftgegnern, die den Zug mit zweifelhaften Methoden zum stehen bringen wollten. Im Norden der Republik sollen hierzu sogar Sprengladungen gedient haben, wie man aus der aktuellen Berichterstattung vernahm. Wenn der Zug denn so gefährlich ist, warum kommen dann die Kernkraftgegner auf solche seltsamen Ideen?
Man darf nicht außer acht lassen, das dass Transportgut nicht mal eben so angefallen, sondern bereits Jahrzehnte alt ist. Und wahr ist auch: Irgendwohin muss das strahlende Material.
Mit Geld in Höhe der Kosten, die ein solcher Transport durch gefährliche Interventionen einige Kernkraftgegner kostet, könnte man sicher gute Endlager bauen.
| Zugzusammensetzung: |
| Der Castorzug bestand aus 4 Dieselloks, 14 Reisezugwagen und 5 Spezialwaggons mit den CASTOR-Behältern. Für alle Fälle wurden zwei Ersatzloks der BR-232 mitgeführt, die kurz nach dem eigentlichem CASTOR-Zug von einer E-Lok gezogen wurden. |
| Zugreihung Castor: |
| 232 569-4 DB + 232 259-2 DB + 7x Reisezugwagen + 5 Castorwagen + 7x Reisezugwagen + 232 254-3 DB; 232 255-0 DB; |
| Zugreihung Castor-Reserve: |
| 185 140-1 DB;232 347-5 DB; 232 209-7 DB; |
| Beteiligte Luftfahrzeuge: |
| 1x Eurocopter Bo-105-CBS5 der Polizeihubschrauberstaffel Thüringen (D-HTHB); |
| 1x Eurocopter EC-135-T2i der Bundespolizei; |
| 1x Eurocopter EC-155-B der Bundespolizei; |
| Einige Zahlen rund um den Transport: | |
| Polizeibeamte: | Verhaftete Personen: |
| 7000 Beamte Deutschlandweit; | mehr als 300 Personen wurden in Gewahrsam genommen; |
| 550 Beamte in Thüringen; | Kosten: unbekannt..... |
Text: Henning Tikwe; Fotos: Sören Tikwe (16), Michael Horn (1)















Einen Kommentar schreiben