Weiter Flugshows auf dem Kindel
14.05.2008
Von Peter Rossbach
Kindel. (ep) "Die Sicherheitsauflagen waren ausreichend und wurden vom Veranstalter eingehalten. Der Rettungseinsatz selbst ist gut abgelaufen", so Landrat Reinhard Krebs. Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des Flugplatzes Kindel sehen keine Veranlassung für weitergehende Konsequenzen aus dem tragischen Flugunglück bei den Großflugtagen auf dem Flugplatz Ende April. Da war ein Flieger von der Startbahn abgekommen und in einen Verkaufsstand sowie einen Infostand einer Hundestaffel gerast. Die Verkäuferin und ein 14-jähriges Mitglied der Hundestaffel kamen dabei ums Leben (TLZ/EP berichtete). "Natürlich hat uns dies aufgeschreckt und wir sind voller Mitgefühl für die Opfer und deren Hinterbliebenen", so Krebs, der an den Trauerfeiern für die Toten teilgenommen und auch Verletzte im Krankenhaus besucht hatte. An den Sicherheitsauflagen habe es aber nicht gelegen. Selbstverständlich würden diese aber auch ständig weiter überprüft. "Eine absolute Sicherheit gibt es aber nicht", so Krebs. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen noch, bislang wird ein technisches Versagen am Flieger ausgeschlossen.
Auch die nach Unglück aufkeimende Kritik am Rettungseinsatz will Krebs nicht gelten lassen und führt dazu die Einsatzprotokolle ins Feld. Acht Sekunden nach dem Unglück seien die Rettungskräfte vor Ort (Wehrleute und Rettungssanitäter) im Einsatz gewesen. Nach 24 Sekunden seien weitere Kräfte aus umliegenden Orten und Eisenach alarmiert worden. Nach elf Minuten sei der erste von vier Rettungshubschraubern am Ort gewesen, drei Minuten später der erste Notarzt. "Nach 15 Minuten waren 150 Feuerwehrleute am Einsatzort, das ist eine hervorragende Zeit", so Krebs.
Da es kein Feuer gab und auch keinen austretenden Kraftstoff habe der Einsatzleiter entschieden, die Berufsfeuerwehr aus Eisenach nicht anzufordern. "Diese Entscheidung war richtig", so Krebs. Er dankte den Rettungskräften und auch den vielen spontanen Helfern.
Und so steht weiteren Veranstaltungen auch dieser Art auf dem Flugplatz Kindel aus Sicht von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Flugplatz GmbH nichts im Wege. "Wir brauchen den Kindel für Messen, Fahrsicherheitstraining und andere Veranstaltungen", so Krebs. Am 13. August wird die Hubschrauber-Weltmeisterschaft auf dem Kindel stattfinden.
Der Beitrag wurde mit freundlicher Erlaubnis der Thüringer Landeszeitung/Eisenacher Presse veröffentlicht.

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